Buch 10.1 QuantenCode – KRÄFTIGUNG DES GEISTES

2. VORBEREITUNGEN – KRÄFTIGUNG DES GEISTES  

Ihre Antenne, gemeinhin als Ihr Gehirn bekannt, dürfte jetzt um einiges brillanter laufen als vor ein paar Tagen. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, mit dem geistigen Training zu beginnen. Eigentlich ist das ebenfalls kein großer Akt. Aber eine Verbesserung Ihrer mentalen Stärke setzt voraus, dass Sie regelmäßig ein paar Übungen machen. Ich habe vier für Sie ausgewählt, vier Techniken, die Ihre Visualisierungskraft, Ihre Konzentration und Ihren Willen kräftigen sollen. Sie werden sehen, sie werden Ihnen anschließend nützlich sein. 

Training des geistigen Auges  

Beginnen wir mit der Visualisierungskraft. Diese können wir über eine bestimmte Art der Meditation perfektionieren. Wer noch nie meditiert hat: Die Meditation ist eine Möglichkeit, unsere Gedanken zu konzentrieren und zur Ruhe zu bringen. Dadurch bekommen wir einen starken Einfluss auf unser Be- wusstsein. Durch eine Meditation können wir unsere Gedankenkraft und unsere Bewusstseinsenergien um ein Vielfaches steigern. Sind Sie bereit?  

ÜBUNG 1 

Wählen Sie einen ruhigen Raum, dessen angenehme Atmosphäre Sie mögen. Zünden Sie eine Kerze an. Lassen Sie keine Musik laufen, verteilen Sie keine Düfte. Setzen Sie sich bequem auf einen Stuhl, und entspannen Sie einfach. Schließen Sie die Augen, und atmen Sie ruhig und tief ein und aus. Sind Sie in einem wohligen Ruhemodus, kann es losgehen.

Stellen Sie sich vor Ihrem geistigen Auge einen Kressesamen vor, einen klitzekleinen, hellbraunen Kressesamen. Stellen Sie ihn sich vor in all seinen feinen Details, die er trotz seiner Winzigkeit hat. Stellen Sie sich nun genauestens vor, wie sich aus dem Samen ein kleiner grüner Halm zwängt, der erst krumm ist, sich dann aber streckt und mit seinen drei, vier Blättchen schlank und elegant nach oben wächst. Beobachten Sie dies ganz genau vor Ihrem geistigen Auge.

Wenn Sie noch ein bisschen schwachsichtig sind und Sie Probleme haben, sich das Großwerden von Kresse vorzustellen, besorgen Sie sich doch ein paar Samen, und züchten Sie welche auf der Fensterbank. Fast stündlich können Sie Fortschritte beobachten. Schneller geht es natürlich übers Internet. Bei YouTube gibt es einige Filme, die das Wachsen von Kresse im Zeitraffer dokumentieren. Aber vielleicht prägt sich die eigene, sorgfältige Beobachtung besser ein.

Damit soll die Visualisation aber noch nicht zu Ende sein. Nachdem der Kressekeim vor Ihrem geistigen Auge seine maximale Größe erreicht hat, sehen Sie ihm nun dabei zu, wie er anfängt zu blühen, zu verblühen, Samen bildet, der Samen zu Boden fällt und ein neuer Zyklus beginnen kann. Die Kressepflanze selbst beobachten Sie, wie sie wieder in sich zusammenfällt und auf der Erde, aus der sie gekommen ist, liegen bleibt und kompostiert. Es ist der Kreislauf der Lebens, den Sie im Schnelldurchlauf beobachten: Sprießen, Wachsen, Blühen, Welken, Verwesen: Transformation.

Wenn Sie schnell denken und visualisieren kön- nen, kann das alles nur eine einzige Minute dau- ern. Falls Sie Ihre Vorstellungskraft erst noch trainieren müssen, lassen Sie sich ruhig zehn Minuten Zeit. Machen Sie diese Übung so lange, bis Sie jede Phase ganz genau sehen können – und zwar räumlich, dreidimensional. Sich das Werden und Vergehen einer simplen Kressepflanze vorzustellen ist relativ einfach. Schwieriger wird es, wenn wir uns das Wachstum komplexerer Pflanzen imaginieren, eines Gänseblümchens, einer Sonnenblume oder gar einer sich filigran entfaltenden Rose. Sie werden sehen, so einfach ist es nicht, sich vorzustellen, wie eine Sonnenblume ihre Blüte öffnet und sich die roten Blütenblätter einer Rose kunstvoll aus ihrer Knospe herauswinden. Am Ende dieser Übungen, als Krönung sozusagen, lassen wir durch die uns allen zur Verfügung stehende freie, geistige Kreativität eine Fantasiepflanze entstehen, die sich nicht mehr an Vorlagen aus der Realität orientiert, sondern Ihr eigener Entwurf ist. Versuchen Sie es! Fangen Sie mit der Kresse an, probieren Sie die Visualisation dann mit einer Rose aus, und zum Schluss erschaffen Sie in Gedanken eine prachtvolle Blume aus Ihrer Fantasie, mit grazilen Blättern und einer großartig schillernden Blüte. Wir schulen und trainieren dadurch das kreative Bewusstsein, so, wie wir mit einer Hantel einen Muskel trainieren. Während der Kressesamen ein Hilfsmittel für Anfänger ist, können wir am Ende komplett neue Inhalte schaffen, die es noch gar nicht gibt. Das ist doch fabelhaft, denn – erinnern Sie sich – Geist formt und er- zeugt Materie!  

ÜBUNG 2 

Die zweite Übung geht in eine ähnliche Richtung. Gehen Sie mit wachsamem Auge durch Ihr Wohnzimmer oder Ihre Küche, und wählen Sie einen beliebigen Gegenstand. Die Fernbedienung, einen Kristall, das abgewetzte Schneidebrett. Setzen Sie sich an einen Tisch, und betrachten Sie den ausgewählten Gegenstand zwei bis drei Minuten ganz genau. Nehmen Sie alle Details wahr, und prägen Sie sich dieses Bild mit hoher Achtsamkeit und Aufmerksamkeit ein, nehmen Sie es geradezu in sich auf. Berühren, betasten Sie den Gegenstand auch. Lassen Sie Ihre Fingerkuppen über ihn fahren. Vielleicht riechen Sie auch mal an ihm. Alle Wege der Beobachtung sind erlaubt.

Nun legen Sie den Gegenstand beiseite, schließen die Augen und versuchen, dasselbe Objekt wieder vor dem geistigen Auge entstehen zu lassen. Stellen Sie sich vor, wie es in Ihrer Hand liegt, wie es aussieht, wie es sich anfühlt, drehen Sie es in Gedanken, betrachten Sie es von allen Seiten.

Was ist Sinn dieser scheinbar profanen Sache? Je konkreter, je exakter wir uns die Realität vor- stellen, desto mehr manifestieren wir diese Dinge aus dem Nullpunktfeld, dem Hyperraum, in die Wirklichkeit. Unsere Vorstellungskraft ist unglaublich wichtig, um effektiv mit der Quantenmethode arbeiten zu können. Machen Sie die ersten beiden Übungen ein- mal am Tag, wählen Sie mal die eine Übung, mal die andere, wenn möglich, immer um die gleiche Uhrzeit – aber nicht vor Sonnenaufgang oder nach Sonnenuntergang. Sie sollten klar im Tagesbewusstsein sein. Üben Sie daher in einem wachen Zustand und nicht erschöpft im Bett oder im Lehnsessel. Sie könnten einschlafen, und wir wollen das Gegenteil erreichen. Setzen Sie sich beispielsweise auf einen Stuhl oder auf die Bettkante. 

Persönliche Tagesschau und I-Mail-Versand  

Die dritte Übung hat einen klaren Termin. Sie sollten kurz vor dem Einschlafen üben, aber ebenfalls noch im wachen Zustand. Ich nenne sie Tagesrückschau. Diese kleine persönliche Nachrichtensendung der vergangenen 12, 15 oder 18 Stunden soll als moralische Charakter- schulung dienen.  

ÜBUNG 3 

 

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