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Hausmittel für die Haut: Vergessene Mittel aus der Hausapotheke und vom Wegesrand

Aufnahmefunktion

Bekannt ist die Tatsache, dass die Haut Stoffe aufnimmt, z.B. von Hormon- und Nikotinpflastern. Über die Hautatmung wird aber auch Sauerstoff (ca. 4-5% des O2-Bedarfs) aufgenommen (und Kohlendioxid ausgeschieden).

Ausscheidungsorgan

Über die Haut wird aber nicht nur Kohlendioxid ausgeschieden, sondern auch viele Stoffwechselendprodukte. In der Naturheilkunde geht man davon aus, dass die Haut neben den Ausscheidungswegen Darm, Leber/Gallentrakt, Nieren/Harnwege, Lymphe und Atmung ein sehr wichtiges Ausscheidungsorgan ist, das über die Talg- und Schweissdrüsen viele Stoffe «entsorgt». Darum wird die Haut auch als zweite Leber oder dritte Niere bezeichnet. Schwitzen unterstützt durch die vermehrte Ausscheidung über die Haut die Stoffwechselfunktionen und trägt wesentlich zur Entgiftung bei. Bei vermehrter Stoffwechselbelastung setzt der Organismus in zunehmendem Masse die Haut als Ausscheidungsorgan ein und lagert Substanzen ab, die zu Juckreiz, Reizzuständen und Ekzemen der Haut führen können («kompensatorische Ersatzausscheidung»). Durch eine Anregung der anderen Ausscheidungswege wird die Haut entlastet (einer der Gründe, warum die Naturheilkunde die häufigen Cortisongaben in der schulmedizinischen Praxis kritisiert). Bei chronischen Hauterkrankungen wird darum nie nur äusserlich behandelt, sondern es werden immer auch stoffwechselanregende Pflanzen eingesetzt – alte, volksheilkundliche Pflanzen wie auch wissenschaftlich gut untersuchte und dokumentierte Heilpflanzen.

Hausmittel und Heilpflanzen für die Haut

Einige Hausmittel und Heilpflanzen vom Wegrand werden nachfolgend vorgestellt:

Heilpflanzen zur Desinfektion [1,4,5,6]

Heilpflanzen zur Desinfektion werden als starker Tee (wässriger Auszug) zubereitet, etwas abgekühlt und danach als Waschung oder Umschlag angewendet. Sie wirken entzündungshemmend, granulationsfördernd, antibakteriell, wundreinigend und wundheilungsfördernd. Am bekanntesten sind Kamillenblüten (Matricariae flos), Zaubernussblätter/-rinde (Hamamelidis folium/cortex) (Abb. 1), Ringelblumenblüten (Calendulae flos) (Abb. 2), Schafgarbenkraut (Millefolii herba), Sonnenhutkraut (Echinaceae herba) (Abb. 3), Sanikelkraut/-wurzel (Saniculae herba/radix), Gänseblümchen (Bellis perennis herba cum flores [7]), Ackerschachtelhalm (Equiseti herba) usw. Auch die meisten einheimischen Ätherisch-Öl-Pflanzen eignen sich zur Wunddesinfektion.
Fig. 1
Die Zaubernuss blüht im Winter.
Fig. 2
Die Ringelblume ist eine der bekanntesten Hautpflanzen.

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